Kleiner Rundgang durch das „Alte Tennenlohe“

Wir beginnen am Dorfanger „Der Wied“, wo in früherer Zeit die Gänse weideten und im Weiher schwammen. Dieser wurde später als Löschteich vertieft und befestigt.

An der Sebastianstraße, die schon seit alten Zeiten ein Haupthandelsweg zwischen Nürnberg, Erlangen, Bamberg bis über Leipzig nach Norden war, finden wir an der Ecke die beiden alten Zollhäuser, die die Grenze des markgräflichen (nach Norden) und des Nürnberger Gebietes (nach Süden) markieren. Hier wurde der Wegezoll entrichtet.

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Nebenan in der Fuhrmannswirtschaft „Rotes Ross“ kehrten die Fuhrleute ein und erfrischten sich mit Erlanger Bier und einer Brotzeit. Kamen sie von weither, fanden sie hier auch eine Übernachtungsgelegenheit und ihre Fuhrwerke standen sicher hinter dem Haus. Die Ein- und Ausfahrt verlief als Durchfahrt hinter dem Haus.

04 Rotes Ross 03 Rotes-Ross_um-1900

Der Branderweg war die wichtigste Durchfahrtsstraße des Ortes und verlief im Bogen Richtung Eltersdorf oder Gründlach. Hier finden wir noch heute sehenswerte Fachwerkbauten, die als Scheunen oder Wohnhäuser entstanden sind. Bemerkenswert ist die im Fränkischen verbreitete Fachwerkkonstruktion „Wilder Mann“, die dem Dachgiebel und damit dem Dach Festigkeit und Stabilität verleihen.

05 Branderweg 06 Wilder Mann

Links sehen wir die Kirche Maria Magdalena, die unbedingt näher angeschaut werden sollte. Gleich beim Eintreten finden Sie einen ausführlichen Kirchenführer, der alle wichtigen Details beschreibt.

07 Kirche

Kurz vor der nächsten Straßenecke steht links das größte und imposanteste Wohnhaus der alten Zeit. Ein reicher Tabakmacher ließ es sich 1732 aus Sandstein des Sebalder Reichswaldes erbauen. Lange Jahre diente es als Sitz der Erbförsterei des Waldamtes Sebaldi. Beachtenswert sind die steinernen Verzierungen um die Haustür und am Giebel.

09 Altes Forsthaus Tür 08 Altes Forsthaus

Hier an der gegenüber liegenden Ecke stand bis vor wenigen Jahren die Schmiede. Biegen wir nun links ein „Im Gässla“, so sehen wir links ein auffallend gelb gestrichenes Gebäude, das früher eine Tabakscheune war. Der Tabakanbau in dieser Gegend hatte vom 18. Jh. bis in die letzten Jahre des 20. Jahrhunderts große Bedeutung für die Wirtschaft.

10 Tabakscheune

Schauen wir nach rechts, so sehen wir die kürzeste Straße von Tennenlohe „Die Schlossgasse“. Sie führt direkt zum Schloss, wo seit mehr als 150 Jahren die Familie Klein ihrer Gäste bewirtet.

11 Schloss 2013

Bleiben wir „Im Gässla“, so stoßen wir wieder auf die Sebastianstraße und finden links die zweite alte Fuhrmannswirtschaft „Goldener Schwan“.

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Nun heißt es weiter zur Kirche oder erst einmal einkehren.